AMERIKANISCHE FILME

Strasse der Gewalt

OT: White Line Fever

US 1975

R: Jonathan Kaplan

D:  Jan-Michael Vincent, Kay Lenz, Slim Pickens, L. Q. Jones, R. G. Armstrong

Caroll-Jo (Jan-Michael Vincent) mustert bei der Army aus und macht sich selbstständig indem er sich einen Truck kauft. Sein alter Freund Duane (Slim Pickens) gibt ihm gerne Aufträge doch als er entdeckt das Schmugglerware eingeladen wird stellt er sich dagegen – nicht mit ihm. Das bringt ihm aber nur Ärger. Ein paar auf die Fresse auf Bestellung, keine Aufträge, bis es ihm reicht und er einen gewissen Buck (L. Q. Jones), der hinter der Schikane steckt, aufsucht und ihm mit Waffengewalt einen Auftrag rausholt.

Sein alter Freund Duane warnt ihn noch aber er zieht seinen Frachtauftrag mit Pops (Sam Laws)  durch. Dadurch werden die Probleme aber nur größer und Buck versucht mit allen Mitteln Caroll-Jo´s Eigensinn zu brechen. Ein korrupter Sheriff, Ermordung seines Freunds Duane, falsche Zeugenaussagen und schon sitzt er mit einer Mordanklage vor Gericht. Er schafft es gerade noch irgendwie freigesprochen zu werden. Doch der Druck nimmt zu und als seine Freundin fast ihr Leben verliert sieht Caroll-Jo dunkelrot….

Feiner, actionreicher, unterhaltsamer Film im Truckermilieu spielend. Jan-Michael Vincent ist perfekt in der Rolle des Caroll-Jo und überhaupt gefällt mir die komplette Besetzung ausgesprochen gut. Die Handlung kommt gut voran und irgendwie passiert auch dauernd was. Für alle die sich in den 70ern am wohlsten fühlen und auf dicke Brummis stehen nahezu Pflichtprogramm. Die deutsche Synchro ist gelungen und unterhält auch immer mal (du riskierst eine ziemlich dicke Lippe, du Bettnässer!), bleibt aber im Grundtenor immer ernst.

Einer der ersten Truckeractionfilme – Drive friendly!

Hijack (aka Auf vollen Touren)

OT: Hijack!

US 1973

R: Leonard Horn

D: David Janssen, Keenan Wynn, Lee Purcell,

Jake Wilkenson (David Janssen) bekommt ein Frachtangebot, alles ziemlich geheim und hoch dotiert, angeblich nichts explosives oder chemisch gefährliches. Da er & sein Partner Donny (Keenan Wynn) dringend wieder Kohle brauchen nimmt er an. Natürlich werden sie verfolgt und diverse Personen versuchen ihren Transport aufzuhalten. Dabei schrecken sie auch vor Mord nicht zurück…..

Eine frühe Aaron Spelling Produktion (unter Spelling/Goldman Productions) für´s US Fernsehen und bei uns auf VHS erschienen. Die Geschichte ist nett und nie langweilig und sieht für eine Fernsehproduktion gut und groß aus. Irgendwie wünscht man sich fast das dies ein Pilotfilm für eine coole Truckerserie aus den 70ern ist, dem ist aber leider nicht so. Das Gespann Janssen/Keenan ist perfekt und versprüht so ein wohliges Gefühl beim gucken, natürlich wenn man Sinn für dieses Jahrzehnt aufbringt. Man bedenke auch das Produktionsjahr 1973, was in den 80ern dann von Spelling in all seinen Serien zur Perfektion zelebriert wurde ist hier schon vorweggenommen.

Kann man, muss man aber nicht sehen.

Outlaw Force

US 1988

D: David Heavener, Paul L. Smith, Frank Stallone,

R: David Heavener

Billy Ray Dalton ist Musiker und Wochenend Cowboy bei so Wild West Shows. Eines Tages beobachtet er wie eine Gruppe Halbstarker einen schwarzen Tankwart fertig macht. Er setzt sich für ihn ein und kann die Gang verjagen. Die nehmen ihm das übel und statten seiner Frau einen Besuch ab als er gerade einen Auftritt hat. Nachdem sie vergewaltigt und umgebracht wurde sinnt Billy nun auf gnadenlose Rache.

Ich hab mir heut nichts gutes getan und nach dem unfassbar grottigen Hateman mir noch Outlaw Force reingezogen. Okay, der ist nicht gut, absolut nicht aber ist schon auf einem anderen Level als der Hateman. Da passt wenigstens das cinematografische einigermassen aber viel positives gibt’s auch da nicht zu vermelden. Unfassbar schlecht choreographierte Kämpfe, auch alles sehr sehr träge inszeniert, pfui gack Musik (ist auch vom Heavener, ein Tausendsassa) und ein Schauspielerniveau welches wirklich unter aller Sau ist. Nun sind nahezu alle Schauspieler Eintagsfliegen und die einzig namhaften die ich da seh sind der Bud Spencer, äähh ich meinte der Paul L. Smith (der ist da so richtig fett) und sein Polizeikollege Frank Stallone.
Ab und an gibt’s ne Zeitlupe, manchmal ein Einschuss aber sonst gähnende langsame Leere. Der Tausendsassa Heavener macht immer noch Filme als Schauspieler wie auch Produzent und man kann ihn buchen bzw. Kurse machen. Wahrscheinlich damit man dann weiß wie es nicht geht. Schaut´s euch das an, unglaublich, sogar mit Echtheitszertifikat…..
Back to ze muvie, eigentlich ein Murks. Wahrscheinlich mir durch den Hateman nicht so extrem aufgefallen, normal würde ich auch diesem Werk keinen Punkt geben, heut kriegt er einen und ich weiß gar nicht für was.

Hateman – aus Hass geboren

OT: Swift Justice, Pop´s Oasis (!)

US 1987

R: Harry Hope

D: John Greene, Cindy Rome, Chuck Mitchell, Cameron Mitchell, Aldo Ray

Marcy (Cindy Rome) bekommt ein Angebot für einen Las Vegas Auftritt und auf geht’s im VW Käfer. Dorthin fährt man natürlich durch eine karge Wüstenlandschaft und nicht auf der Autobahn und da geht dann schon mal der Motor kaputt. Ex-Vietnam Kämpfer Phil (John Greene) ist zur Stelle mit seinem Falken mit dem er in der Einöde lebt und macht ihren Käfer wieder flott. Wieder unterwegs macht sie kurz halt in Pop´s Oasis (!!!) und wird dort durch den Automechaniker der ihren Wagen fahruntauglich macht aufgehalten – danach wird sie von ihm und seiner Schmierbande vergewaltigt. Als das nun unser Phil, der Hateman erfährt geht´s rund in Pop´s Oasis….

Verdammte Scheiße das war ein richtiger Scheißfilm. Cinematografisch völliger Müll, schauspielerisch ein absoluter Witz und ehrlich, ich habe noch nie einen so langsam gemachten Film gesehen. Sogar auf doppelter Geschwindigkeit war das Scheißding langsam!!!! Wenigstens ein bisschen Zeit gespart. Der arme Aldo Ray als mieser Sheriff tut mir richtig leid. Cameron Mitchell auch aber den sieht man nur 2x telefonieren!!! (er mimt den Manager der dem Trampel den Auftritt besorgt). Der Marcy, also der Cindy Rome, vergönnt man richtig die Schweinstruppe so beschissen blöd kommt die rüber. Die Schweinstruppe ist wenigstens mit ungustiösen „Darstellern“ besetzt wovon wahrscheinlich Aldo Ray der einzige richtige Schauspieler ist. Der Rest der Truppe stammt wahrscheinlich wirklich aus Pop´s Oasis….
Seh grad ich hab ja noch gar nichts zur eigentlichen Hauptfigur gesagt. Das sagt ja schon viel aus über den Hateman, John Greene. Ist so ein aufgeblasener Antidarsteller der durch den Film holpert und dann mit der Saubande abrechnet. Dazu dödelt dann immer eine Bontempi Orgel, kann man sich gar nicht vorstellen wie beschissen das klingt.
Nee, das war einfach nur richtig Scheiße.

Der einsame Job

OT: Report to the Commissioner

US 1975

D: Michael Moriarity, Yapeth Kotto, Susan Blakely, Tony King

M: Elmer Bernstein

Bo Lockley (Michael Moriarity) ist neu bem NYPD und beginnt seine Tätigkeit als Undercover Bulle mit dem älteren Partner Detective „Crunch“ Richard Blackstone (Yapeth Kotto). Seine erste Zeit ist äußerst lehrsam für ihn, Partner Crunch ist ziemlich brutal im Umgang mit Verdächtigen. Obwohl Bo der Sohn von seinem früheren Partner ist, behandelt Crunch ihn ziemlich rauh, vor allem weil er merkt das Bo viel zu milde und gutmütig agiert. Der lässt sich von dem Gesindel auf der Strasse verarschen und leiht manchen sogar Geld.

Parallel zu dieser Rückblende lernen wir auch Pat Butler (Susan Blakely) kennen die ebenso als Undercover Agentin für das Rauschgiftdezernat arbeitet. Die ist clever sowie ziemlich gnadenlos und ist durch ihr Wesen bestens getarnt, niemand erkennt sie als Fahnderin und ihre Erfolgsquote ist hoch. Sie spielt aber auch mit den Waffen einer Frau und schläft sogar mit einem  Dealer um so an diese ranzukommen.

Bo Lockley bekommt den Auftrag ein vermisstes Mädchen, angeblich Tochter eines Politikers, im Time Square Viertel zu suchen. Auf seiner Suche trifft er auf Zuhälter Billy (Richard Gere!!!) von dem er erfährt das sie sich bei dem schwarzen Dealer Stick (Tony King) aufhält. Nach gelungener Investigation überrascht er die beiden in Stick´s Appartment und die Dinge nehmen ihren Lauf. Er erschießt im Eifer des Gefechts das Mädchen und es kommt zu einer Verfolgungsjagd zwischen den beiden die in einer Geiselnahme im Aufzug endet… doch die Geschichte nimmt noch einen weiteren bitteren Lauf…..

Das Zusammentreffen der Protagonisten ist der eigentliche Anfang des Films der anschliessend in Rückblenden erzählt wird. Die beiden Geschichtsstränge führen in eben diesem Appartment zusammen und führen zu einem äußerst spannenden Finale.

Großartiger, sehr düster-realistischer Polizeithriller in New York der siebziger spielend.  Leider ziemlich unbekannt sowie unterschätzt und das sollte sich schleunigst ändern! Der Film spielt locker in der Liga von Spur der Gewalt, Serpico, Straße zum Jenseits und dergleichen und besticht durch eine tollen Geschichte, einer großartige Besetzung, einem funkig-orchestralen Score von Bernstein sowie einer hervorragenden deutschen Synchro.

Lief im deutschen Kino, erschien auf VHS und lief auch im TV. Leider keine digitale Auswertung was sich ändern sollte – ich bitte um eine Bluray!

AMOK-JAGD

OT: Wolf Lake

US 1980

R: Burt Kennedy

D: Rod Steiger, David Huffman, Robin Mattson, Jerry Hardin, Richard Herd, Paul Mantee

M: Ken Thorne

Die vier Freunde Charlie (Rod Steiger), Wilbur (Jerry Hardin), George (Richard Herd) sowie Sweeney (Paul Mantee) erreichen mit ihrem Wasserflugzeug das Anwesen von Jagdhüter Jackson in der kanadischen Wildnis. Der hat sie wie jedes Jahr eingeladen für ein Jagdwochenende. Allerdings ist er nicht anwesend und sie werden begrüßt von David (David Huffman) der mit seiner Freundin Linda (Robin Mattson) das Anwesen verwaltet.

Schon bei der Ankunft wird eines klar – Freunde werden sie keine. Vor allem Charlie ist ein richtiger Widerling und nennt das Kind gleich beim Namen. „Du bist doch ein Junge oder? Ich meine mit den Haaren und so könntest du eine bärtige Lady sein!“ Als David verärgert reagiert meint Charlie noch „Weisst du was das Problem deiner Generation ist? Sie haben keinen Humor!“

Als David sich als ehemaliger desertierter Fallschirmjäger outet spitzt sich die Lage zu. Charlie, zweiter Weltkriegs Veteran, der seinen Sohn in Vietnam verloren hat, hat nun für David gar nichts mehr übrig. Er beginnt ihn psychisch fertig zu machen und die Lage spitzt sich mehr und mehr zu.

„Weisst du was wir mit so einem Verräter gemacht hätten? Wir hätten ihm eine Handgranate in sein verdammtes Maul gesteckt und  eine an den Arsch gebunden.“

Aber die verbale Erniedrigung reicht ihnen nicht, eines Abends im Suff schlagen sie David nieder und stürzen sich auf Linda. Als David am nächsten Morgen ihre Hütte unter Beschuß nimmt und Wilbur dabei tötet wird ihm klar das sie nun vor den Rednecks fliehen müssen. Nun beginnt aber erst der Alptraum und die restlichen drei begeben sich auf eine Amok-Jagd…..

Ein grandioser Revenge Thriller mit dem ich wirklich meine Freude hatte. In den siebziger und frühen achtziger waren diese Art Filme ja sehr beliebt und Amok-Jagd ist definitiv einer der besten seiner Gattung. Durchwegs gut besetzt und Rod Steiger spielt hier gottgleich einen widerlichen Bastard.

Angeblich war Lee Marvin für die Rolle in Gespräch. Natürlich ein großer Mann aber Rod Steiger war wie gemacht für diese Darstellung eines konservativen, waffenverliebten Rednecks.

Es wurde später eine andere Schnittfassung inklusive unterschiedlichem Ende angefertigt und unter „The honor Guard“ veröffentlicht. Wäre interessant die mal zu vergleichen.

Ganz heißer Tip für Rod Steiger Enthusiasten und Liebhabern von Revenge Filmen.

The Banker

US 1989

R: William Webb

D: Robert Forster, Richard Roundtree, Shanna Reed, Leif Garrett, Duncan Regehr

M: Reg Powell & Sam Winans

Ganz L.A. wird erschüttert von einer Serie von Morden an Prostituierten. An den Tatorten hinterlässt der Mörder ein mit Blut gemaltes Symbol eines primitiven südamerikanischen Stamms. Reporterin Sharon (Shanna Reed) berichtet intensiv über den Serienkiller und wird nun das Ziel des Psychopathen…

Ganz netter polierter Ami Thriller um einen Triebtäter (Duncan Regehr) der nachdem er seine bestellten Huren genommen hat mit einer Armbrust samt Rotpunktvisier erschiesst und mit deren Blut ein Symbol am Tatort hinterlässt. Zubringer sind die beiden Zuhälter Fowler (Leif Garrett) sowie der „Cowboy“ (Jeff Conaway). Detective Dan (Robert Foster) investigiert in diesem Fall und seine Ex-Frau Sharon ist natürlich die Reporterin die den Fall mitauflösen will. Alles ganz ok wenn man diese Art Film aus dieser Zeit mag. Ein wenig spezieller wird es durch Hinzunahme des Graf Zaroff Thema´s da der Serienkiller manche Opfer laufen lässt und auf der „Jagd“ erlegt. Shaft (Richard Roundtree) ist auch dabei aber leider verschenkt in seiner Rolle als Dan´s Vorgesetzter.

5 von 10 Pfeile aus meiner Armbrust dafür!

Zuhälter Fowler an eine sehr junge Hure:

Wie alt bist du? Sie: 15

(zückt ein paar Dollar Scheine und steckt ihr immer wieder welche zu) Jetzt 16. Und 17. Und schon 18!

Mister Kill

OT: Death Ray 2000

R: Lee H. Katzin

D: Robert Logan, Dan O´Herlihy, Penelope Windust, Clive Revill, Ji-Tu Cumbuka,

M:

Abgefahren! Dieser Film ist ein Konglomerat aus schrägen Superschurken, James Bond lastiger Slapstick Action Phase Roger Moore sowie amerikanischen Actionserien aus Mitte der siebziger /Anfang achtziger Jahre. Der „Böse“ Clawson (Clive Revill) lebt in einer Supervilla mit allem möglichen Brimborium, besitzt eine Sammlung an Schlangen, Spinnen, Eidechsen und hat einen schwarzen Assistenten namens Torque (Ji-Tu Cumbuka) mit so einer Metallhand die man technisch einsetzen kann die aber auch die Drinks für seinen Herren mixt!  Unser Held T.R. Sloane (Robert Logan) ist ein bisschen so ein Lebemann, eigentlich Kunst- & Antiquitätenhändler, der einiges kann und gemeinsam mit dem „Direktor“ (Dan O´Herlihy) sowie dessen Supercomputer „Effie“ eben seltsame Fälle löst. Effie ist ein Riesen PC mit 6,5 Tonnen und die weibliche Stimme wurde natürlich von Sloane programmiert. Der Computer erklärt uns eben alles was keiner wissen kann. Als aus einem Observatorium eine neue geheime Wettermaschine von Torque und einer 6-köpfigen Nonnentruppe gestohlen wird geht’s rund. Mit der Maschine kann man das Wetter so beeinflussen das man der Atmosphäre die Flüssigkeit entzieht. Ganz schlecht in den Händen von wahnsinnigen Superschurken, die Verbrecher entziehen dann mit dem Dehydrator auch Menschen die Flüssigkeiten!  Doch Sloane  wäre nicht Sloane sonst wäre er Bond, James Bond…..

Um euch geneigten Leser nun das Ganze auch richtig und zur Gänze zu erklären was wir denn da vor uns haben muss ich ein bisschen weiter ausholen. Dieser äußerst charmante Film stellt eigentlich einen Pilotfilm dar zu einer Serie die es dann nach Deutschland leider nicht geschafft hat. Nicht geschafft hat es auch Robert Logan eben diesen Sloane in der Serie zu verkörpern wurde er doch ausgetauscht durch Robert Conrad!!! Abgefahren! Die Serie hat es dann auch nicht lange geschafft und es existieren 12 Folgen., danach wurde die Serie von NBC abgesetzt. So richtig schräg aber ist das der eigentliche Pilotfilm in den USA nach der (abgesetzten) Serie ausgestrahlt wurde. Wahrscheinlich war es da auch schon egal das der Gehilfe des Bösewichts, Torque, wir erinnern uns, das ist der mit dem Metallarm mit all seinen Gimmicks, in der Serie der Sidekick von Sloane wurde! Der „Direktor“ und sein Supercomputer Effie existieren in der Serie ebenso, auch mit dem gleichen Schauspieler besetzt wie der Torque Charakter. Einzig Hauptdarsteller von Thomas R. Sloane (Robert Logan) wurde von Robert Conrad ersetzt da der ausführende Produzent nicht mit Logan zufrieden war. Ich kann das ein bisschen verstehen da der Sonnyboy nicht wirklich in die Superagenten Rolle passt. Ein zu sympatischer Junge dem man das alles nicht ganz so abnimmt.

Egal, der Pilotfilm wurde bei uns auf VHS unter Mister Kill veröffentlicht, die Serie hat es dafür nicht geschafft. Leider ist sie auch in den USA bis jetzt nicht digital veröffentlicht was sehr schade ist. Na vielleicht taucht sie ja noch auf. Robert Conrad hat sich in späteren Zeiten völlig negativ über die Serie ausgelassen aber man liest auch das er eigentlich nur interessiert war alles weibliche in seinem Umfeld flach zu legen und täglich zu tief ins Glas zu schauen.

Ich hatte meinen Spass mit diesem Agenten Vehikel und all seinen übertriebenen Gimmicks. Gut gemeint, gut gemacht und kurzweilig – der kleine James Bond der Amis.

Cage Fighter

US 1989

R: Lang Elliott

D: Lou Ferrigno, Reb Brown, Michael Dante, Mike Moroff

M: Michael Wetherwax

Billy (Lou Ferrigno) und Scott (Reb Brown) kämpfen sich durch den vietnamesischen Dschungel wobei Billy Scott´s Leben rettet. Dabei wird er aber schwer am Kopf verletzt, kommt durch aber die Verletzung hinterlässt einen Hirnschaden – Billy hat das Niveau eines Kindes.

Nach seiner Genesung und Rehabilitation stehen die beiden noch immer in tiefer Freundschaft und Scott, der eine Bar betreibt, kümmert sich rührend um ihn. Bei einer Prügelei in Scott´s Bar wo Billy seinen Mann steht und mit den Raufbolden aufräumt, wird er von dem windigen Box Promotern Tony  (Michael Dante) und seinem Partner Mario (Mike Moroff)  beoabachtet. Diese haben Schulden bei der örtlichen Yakuza Gang und brauchen dringend einen fähigen Mann für illegale Käfigkämpfe – Billy erscheint ihnen perfekt dafür. Nachdem sie Billy zu so einem Kampf gelockt haben nehmen die Dinge ihren Lauf und Yakuza, die örtliche Mafia, ein Undercover Cop sowie eine Reporterin stossen im Finale aufeinander.

Gar nicht mal so mies wie man vielleicht annimmt ist dieses Kampffilm Drama um die beiden Kraftprotze Lou Ferrigno und Reb Brown. Fast schon rührend wie Ferrigno den Trottel spielt und Brown sich aufopfernd um seinen Lebensretter kümmert. Die Kampfszenen sind relativ brutal und die ganzen schmierigen Verbrecher in diesem Milieu gut besetzt. Als schweigsamer Leibwächter und Kofferträger übrigens Danny Trejo! Im Prinzip ist dies gar kein Kampffilm im eigentlichen Sinne, die diversen Cage Fights sind eher nebensächlich und dienen der Story.

Digital gibt’s keine Auswertung, die deutsche VHS anscheinend ein bisschen cut. Ob´s Handlung oder Gewalt ist entzieht sich meiner Kenntnis, allerdings war die VHS sogar indiziert! Kann man sich schon mal angucken vorausgesetzt man hat Spass an Muckis und Haue. Definitiv ein Männerfilm!

 

Sudden Death

US 1975

R: Eddie Romero

D: Robert Conrad, Don Stroud, Felton Perry, Nancy Conrad

M: Johnny Pate

Die Geschichte beginnt mit einer gemütlichen Familien Gartenszene die aber brutal unterbrochen wird. Ed Neilson ist der einzig Überlende, seine Frau und die beiden Kinder werden abgeknallt. Neilson sucht seinen Freund den ehemaligen CIA Agenten Harrison „Duke“ Smith (Robert Conrad) auf, dieser lehnt aber seine Hilfe ab. Nachdem Neilson mit einer Autobombe eliminiert wird fängt Smith gemeinsam mit seinem schwarzen Freund Wyatt Spain (Felton Perry) an zu investigieren.
Nachdem deren Schnüffeleien immer unangenehmer werden wird der Spezialist Dominic Aldo (Don Stroud) eingeflogen. Er soll Smith & Spain erledigen…..
Ich wusste gar nicht mehr was sich da für eine kleine Granate verbirgt! Der sympathische Robert Conrad mutiert zum Private Detective sowie zur Killermaschine. Sein Sidekick, der Schwarze Felton Perry steht ihm in nichts nach und beherscht auch Karate. Das beherscht aber auch Conrad sowie der psychopathische Killer Don Stroud – herrlich anzusehen in einer Slow Motion Kampfszene zwischen den beiden! Generell finden alle shoot outs, von denen es nicht wenige gibt, in slow motion statt, mit fetten Einschüssen und Blutspritzer. Ob dies der Grund der Indizierung war?
Andererseits denke ich das die deutsche Version, die eine Granatensynchro hat, etwas gekürzt ist. Mir fehlt da leider der direkte Vergleich aber am US Trailer seh ich schon Einschuss und Blutspritzer Szenen die länger sind als in der deutschen VHS Fassung.
Was noch dazukommt ist das die Qualität der deutschen VHS wirklich lausig ist. Ausgewaschene Farben, grobkörnig, wirklich mies. Muss mich da um eine US Fassung kümmern, wenn ich mir die qualität des Trailers ansehe gehen mir die Augen über!
Mich hat der Film extrem gut unterhalten atmet er doch ganz stark die frühen 70er, ist politisch völlig unkorrekt (es gibt auch eine Phädophilengeschichte), hat einen kleinen Blaxploitation Einschlag, liegt am schwarzen Sidekick wie auch am hervorragenden Score von Johnny Pate (u.a. Shaft in Afrika) und eine wirklich gute, derbe Synchro (Bumst deine Mutter immer noch mit dem Zuhälter?). Und Don Stroud allein ist jede Schau wert!!!
Bewertung gibt’s dann wenn ich den Film uncut und in all seiner Pracht mal sehe – aber die wird definitiv hoch sein!

Young Warriors

US 1983

R: Lawrence David Foldes

D: Ernest Borgnine, Richard Roundtree, James van Patten, Mike Norris, Lynda Day George, Anne Lockhart, Linnea Quigley

M: Robert Walsh

Kevin (James van Patten) verbringt eine dufte Studienzeit mit seinen Kollegen und wir finden uns in einem 80er College hahaha Film wider. Bis seine Schwester Tiffany brutal vergewaltigt wird und deren Freund dabei stirbt, da wendet sich das Blatt. Kevin´s Papa (Ernest Borgnine)   ist zwar Lt. bei der Polizei aber dem sind dann doch die Hände gebunden. Somit bilden die Studenten eine Selbstjustizgang und räumen mit dem Gesindel derbe auf….

Ja was haben wir denn da? Eine Golan Globus Produktion also Cannon und Cannon can! Vermutet man vom Videocover und dem etwas dämlichen Titel 80er Schrott auf VHS wird man mit einer richtigen kleinen Perle im Selbstjustizgenre belohnt. Den Jungs reicht es soweit das sie nicht nur Rache nehmen an den Übeltätern sondern gleich generell jegliches Lumpenpack den Garaus machen.

Die Jungs um Kevin (James van Patten, Sohnemann von Dick van Patten) und Fred (Mike Norris Sohnemann von Chuck Norris!) geben dann wirklich alles, in Militäroutfit im Camouflage Jeep wird die Stadt abgefahren und alles umgenietet was sich Verbrecher nennt. Da können dann auch Hoppala´s passieren wenn man maskierte Mädchen bewaffnet mit Spielzeugpistolen umnietet. Die Tötungsszenen sind dann auch wirklich technisch gut umgesetzt immer schön in Zeitlupe ala Sam Peckinpah mit schönen Einschüssen. Budget dürfte generell ein höheres vorhanden gewesen sein – neben ein paar „Namen“, Borgnine, Richard Roundtree als sein Sergeant) gibt’s gute Stunts und Explosionen, ja sogar ein Hubschrauber muss dran glauben. Scream Queen Linnea Quigley ist auch mit von der Partie, ganz jung und blond.

Definitiv einer der besten Cannon Produktionen und definitiv keine Action Gülle, zumindest keine im negativen Sinn. Leider nicht digital veröffentlicht und das indizierte VHS tape ist ganz leicht geschnitten – was aber niemand daran hindern sollte es trotzdem zu sichten. Hat auch eine gute deutsche Synchro und nach den ersten 10-15 Minuten wo man vielleicht noch einen Collegemurks erwartet wird der Film nach seiner Selbstjustizorgie zum Ende hin richtig bedrückend. Solch ein Ende hab ich mir da auch nicht erwartet.

Abgerundet wird das ganze noch von einem guten passenden Snythiescore. Mein Cannonherz schlägt höher & höher, für alle die dann & wann rot sehen ein absolutes Pflichtprogramm.

Das Carey Komplott

(aka Der Mörder im weissen Mantel)

OT: The Carey Treatment)

US 1972

R: Blake Edwards

D: James Coburn, Jennifer O´Neill, James Hong

Pathologe Dr. Carey (James Coburn) beginnt in einer Bostoner Klinik seinen neuen Arbeitsplatz. Als ein junges Mädchen an einer Abtreibung stirbt und Dr. Tao (James Hong) verdächtigt wird gepfuscht zu haben, macht sich Carey daran das Gegenteil zu beweisen glaubt er doch Tao daran nicht schuld zu sein. Nachdem sich immer mehr bestätigt das Tao nicht daran schuld ist und auch noch klar wird das das Mädchen nicht einmal schwanger war beginnt der Mörder wieder aktiv zu werden……

Wunderbarer US Krimi der frühen 70er wo zumindest für mich die Filmwelt noch in Ordnung war. James Coburn war einfach ein perfekt harter Hund und Macho vor dem Herrn und überzeugt in seiner Rolle als detektivischer Arzt vollends. Die Geschichte von Michael Crichton ist glaubhaft und spannend inszeniert und wird von einem coolen und groovenden Score von Roy Budd gekrönt. John „Higgins“ Hillerman schaut auch vorbei fehlt nur noch Quincy…..

Für all die die Noten brauchen, 8 von 10 Skalpellmesser!

Der Tag der Mörder

OT: Day of the Assassins

US/Mex/E 1979

D: Chuck Connors, Richard Roundtree, Glenn Ford, Henry Silva, Andy Garcias

R: Carlos Vasallo (steht am Cover) aber eigentlich Brian Trenchard Smith

Fleming (Chuck Connors) bekommt einen Auftrag von Christakis (Glenn Ford) der eine Liste eines gemeuchelten Schahs in seine Hände bekommen will. Gemeinsam mit dem Auftrag werden Fleming auch gleich seine Gegner bekanntgegeben, u.a. Fessler, der Stumme (Richard Roundtree), Jerry Beltron (Andy Garcia) oder auch Dante Vallone (Jorge Rivero). Der Schah wurde in Mexiko gemeuchelt und dort beginnt Fleming´s Suche. Doch viele haben was dagegen und der Tag der Mörder beginnt…

Klingt gut oder? Ist es aber nicht. Hier tummeln sich zwar viele altbekannte und gern gesehene Stars aber leider vor allem Connors und Ford sind da schon eher am Ende ihrer Karriere. Hätt schon was werden können aber irgendwie plätschert es so dahin ohne besondere Vorkomnisse, Actionarm, low budget, grottige Regie. Dieser Film ist auch ein gutes Beispiel wie man Filmmusik falsch einsetzt. Nämlich andauernd und absolut unpassend zu den jeweiligen Szenen. Sehr flach auch die Dialoge und ich denke auch im Original nicht besser.

Henry Silva spielt Gomez, einen mexikanischen Polizeichef,  überzeugend aber halt nur einen Kurzauftritt. Kann ich sonst was gutes finden?  In den ersten 60 Minuten eigentlich nicht. In den weiteren 30 min. nimmt das ganze dann ein bisschen Fahrt auf aber nicht falsch verstehen, grad mal so das man nicht sofort einschläft. Die „Autoverfolgungsjagden“ könnte ich auch inszenieren und ich hab keinen Führerschein! Das Finale ist dann in einem Steinbruch wo es  zum wilden Geballere kommt, beeindruckend. Nö, nicht wirklich.

Ein äusserst schwacher Film wirklich niemandem zu empfehlen ausser armen Komplettisten von diversen Darstellern. Schade, das hätte viel mehr werden können.

FBI jagt Phantom

OT: The Human Duplicators

USA / 1965

Regie: Hugo Grimaldi

Darsteller: George Nader, Dolores Faith, Richard Kiel, George Macready, Hugh Beaumont, Barbara Nichols, John Indrisano, Margaret Teele, Alean ‘Bambi’ Hamilton, Richard Arlen, Larry Barton, John Dasten

Ist natürlich eine ziemliche Gurke wenn auch irgendwie drollig vergnüglich. Dr. Koloss (Betonung aufs erste O) sieht aus wie Andre the Giant ganz jung und ist der Kiel Richard ganz jung. Der sieht dann auch zum Schluss ein das er ein Android ist, der Arme. Wenigstens verliebt sich die Blinde in ihn. Dr. Alzheimer (oder so) prügelt zum ende mit nem Morgenstern auf Naders Android ein und brüllt dazu “du blöder falsch programmierter Android du” und eigentlich war das auch ein blöder Film aber vergnüglich. Gut das den die Woolner Bros produziert haben und nicht Warner den die hätten jede Kopie aus Scham vernichtet. Joy Video u.a. hat ihn für uns erhalten und für eine einmal Sichtung reichts dann auch. Im Kino mit ner heiteren Runde sicher unterhaltsam, bei dem können dann auch diverse Herren eine rauchen geh’n. Oder zwei. Tschüss!